Mögliche Auswirkungen von Stauseen

Faktoren und Prozesse beim Wasserkreislauf und die Wechselwirkungen mit der Umwelt. Solche und ähnliche Themen sind hier genau richtig!

Mögliche Auswirkungen von Stauseen

Beitragvon bellejournee » Samstag 26. Oktober 2013, 21:17

Hallo Leute!

Ich habe folgende Aufgabe bekommen: Erarbeiten Sie mögliche Auswirkungen von Großstauseen. Nun habe ich daran gearbeitet und würde euch bitten, euch mal den Text anzuschauen. Was würdet ihr hinzufügen, was würdet ihr weglassen? Wo habe ich mich eventuell falsch ausgedrückt? Danke für Tipps, Korrekturen usw usw usw :)

Mögliche Auswirkungen von Großstauseen sind vielfältig. Stauseen sind umstritten und oftmals in der Kritik, jedoch gibt es auch Befürworter. Inbesondere wird hervorgehoben, dass Strom aus Wasserkraftwerken zu den erneuerbaren Energien gehört und das im direkten Betrieb kein CO2 erzeugt wird. Auch, dass der Rohstoff Wasser nicht kompliziert abgebaut werden muss, ist ein weiterer positiver Punkt. Staumauern, falls vorhanden, dienen zum Hochwasserschutz. Ein wichtiger Punkt ist, dass die Nutzung von Wasserkraft keine Spätfolgen hat wie beispielsweise die Nutzung von Atomkraft. Dass die Wasserkraftwerke Wirkungsgrade von bis zu 90 % erreichen ist ein weiterer positiver Aspekt. Jedoch deuten Kritiker immer wieder auf die gefährlichen negativen Aspekte hin. Erfolgt der Bau eines Stausees, ist man oft gezwungen, Menschen umzusiedeln. Scharf kritisiert wird vor allem, dass es meist Menschen aus ärmlicheren Verhältnissen trifft, die nicht genügend entschädigt werden. Untersuchungen haben gezeigt, dass sie meist schlechteres Land angeboten kriegen und somit in die Armut rutschen. Im Falle des Balbina-Stausees bedeutete das, dass Ureinwohner umgesiedelt wurden und somit ihre jahrhundertealte Kultur in Gefahr ist. Auch kommt es zur Enteingung von Ländereien. Bei dem Erbauen von Stauseen geraten auch immer wieder Kulturgüter in Gefahr, die entweder beschädigt oder gar vollständig zerstört werden. Insbesondere der Eingriff in die Natur wird angeprangert: So wird durch den Bau eines Stausees der natürliche Fluss des Wassers verändert. Die Stauseen wirken sich nachweislich schlecht auf den Unterlauf der Flüsse aus, ganze Flüsse bleiben monatelang trocken. Da das Herabsenken des Restabflusses betätigt wird, welches wichtig für die im See lebenden Tiere ist, kommt es zu ökologischen Veränderungen. Tiere sind besonders Leittragende großer Stauseeprojekte, da z.B. Fische durch Turbinen und Pumpen sterben können und somit in konstanter Ausrottungsgefahr schweben. Dies führt auch dazu, dass ganze Industriezweige - besonders wichtig für viele Menschen, die durch beispielsweise Fischfang ihre Existenz sichern - zusammenbrechen. Wasserkraftwerke können den sogenannten Schwallbetrieb auslösen. Durch das ungleichmäßige, schwallartige Abfließen des Wassers kommt es unterhalb des Kraftwerks zu einem künstlich erzeugten und tagesrhythmischen Unterschied der Wassertiefe und -temperatur, was diverse ökologische Probleme schafft. Durch die Errichtungen von Staudämmen wird in den Grundwasserhaushalt eingegriffen. Durch zahlreiche Konstruktionen (z.B. Drainagen) wird das Grundwasser verunreinigt und teilweise auch zum Absinken oder Ansteigen des Grundwasserspiegels. Die Folge dessen ist ungenießbares Wasser. Nichts zu unterschätzen sind auch klimatische Folgen: Wird vor der Flutung des Staubeckens die Vegetation entfernt, können klimaschädigende Faulgase entstehen. Durch das vorsetzliche Unterbinden von Überschwemmungsperioden können ganze Länderein unfruchtbar werden.
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