Warum verwesen in den Tropen keine Pflanzen?

Hier haben die Öko´s mit geographischen Hintergrund ihr Chance Fragen zu stellen :-). Stichworte zu diesem Themengebiet sind: Arealkunde, Biodiversität, Wechselwirkungen und Nachhaltigkeit.

Warum verwesen in den Tropen keine Pflanzen?

Beitragvon christian_b219 » Montag 4. Januar 2010, 03:26

Warum verwesen (oder wie auch immer man das bei Pflanzen nennt, mir fällt grad nicht der Begriff dazu ein) in den Tropen keine Pflanzen? Is ne Prüfungsfrage finde se aber gerade nicht, meine Idee hierzu ist, dass sie dazu einfach viel zu schnell wieder in den Nahrungskette einfliessen, oder habt ihr ne bessere Idee?
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Beitragvon NeoXtrim » Montag 4. Januar 2010, 17:13

also kurz mal bissl gegooglet. so wie ich das jetzt verstanden habe brauchst du halt viel luft und mäßige feuchtigkeit für gute verwesungsprozesse.

wenn du übermäßig viel feuchtigkeit wie in den tropen hast, hast du geringen luftaustausch. wäre jetzt ein kurzer ansatz.

dieses thema ist wohl bei uns gerade bei beisetzungen interessant, also bei den zersetzungsprozessen von särgen.
--> http://www.vdi-nachrichten.com/vdi-nach ... rce=archiv


sehe gerade hier gibt es eine begriffedefinition: http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Verwesung

Eine Verwesung mit beschränktem Luftzutritt und Anwesenheit von viel Wasser heißt Vermoderung, bei der, da es an Sauerstoff fehlt, der Wasserstoff der verwesenden [122] Substanz, zum Teil mit Kohlenstoff verbunden, als Sumpfgas (Methan) austritt und eine kohlenstoff reiche Substanz (Moder) zurückbleibt.


wobei die wikipedia da von vermoderung auf verrottung weiterleitet und die verwesung eine art der zersetzung ist. musst du vielleicht mal in einschlägiger fachliteratur (evtl auch biologie oder chemie) durchforsten zu den begriffen bzw. prozessen
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Beitragvon christian_b219 » Montag 4. Januar 2010, 22:11

hmm das mit der Luft ist zumindest mal ne gute Idee, danke fürs helfen
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Beitragvon helvii » Dienstag 19. Januar 2010, 19:10

Mir stellt sich eher die Frage wie du darauf kommst, dass Pflanzen dort nicht verwesen? Gerade die Tropen leben doch davon, dass sich Pflanzen am Boden schnell zersetzen um Nährstoffe in den Kreislauf zu speisen, da vom Ausgangsgestein, aufgrund der starken Verwitterung, nur in großen Tiefen noch Nährstoffe zu erwarten sind.
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Beitragvon Varus » Freitag 19. Februar 2010, 16:47

Wenn das eine Prüfungsfrage ist und sie tatsächlich so gestellt wurde, dann bin ich so frei sie als ziemlich blöd zu bezeichnen.
"Tropen": trop. Regenwald oder wechselfeuchte Tropen (wieder zu unterscheiden Feuchtsavanne oder Trockensavanne) oder die trockenen Randtropen z.B. die Sahelzone (dort kann ich mir das an ehesten vorstellen!)????
Tiefland oder Hochland (z.B. Bolivien)??
"Verwesung": Fäulnis oder völlige Mineralisation?
Im Boden, im wässrigen Milieu, im Trockenen?
In der freien Natur oder geerntete Kulturpflanzen (z.B. Tee)??
.....

Es ist wohl nicht unhöflich, wenn man den Prüfer unter Verweis auf diese Kriterien bittet, seine Frage zu konkretisieren!

Gruß
Varus
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Beitragvon christian_b219 » Samstag 20. Februar 2010, 19:47

Ja das war ne Prüfungsfrage, wobei ich davon ausgegangen wäre, dass sich die Frage auf die inneren Tropen bezieht, ich hab das ganze aus ganze aus nem Prüfungsprotokoll, als Kommentar stand hier Antwort wusste ich nicht, bzw Prüferantwort verstand ich nicht ^^
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Beitragvon Varus » Mittwoch 24. Februar 2010, 16:44

Ich habe schon so manche Frage gesehen, gehört, gelesen, bei der ich mich frage, ob der fragende Frager nicht durch die fragwürdige Fragestellung einen durchaus vorbereiteten abzufragenden Prüfling so fraglos verunsichert hat, dass dieser weder den Frageinhalt der Frage erkannte noch die Fragwürdigkeit der Frageformulierung in Frage stellte, und deshalb die Frage leider als unbeantwortete Frage im Raume stehen lassen musste, worüber er fraglos traurig war. :( ;)
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