Frostberegnung und Frost in Pflanzen

Hier haben die Öko´s mit geographischen Hintergrund ihr Chance Fragen zu stellen :-). Stichworte zu diesem Themengebiet sind: Arealkunde, Biodiversität, Wechselwirkungen und Nachhaltigkeit.

Frostberegnung und Frost in Pflanzen

Beitragvon NeoXtrim » Freitag 25. Juli 2008, 00:20

hi, ich habe gelesen, die frostberegnung wäre ein mittel, schäden an pflanzen zu vermeiden. richtig erklärt wurde es nicht

hier meine vermutung: bei einer temperatur unter dem gefrierpunkt wird wasser auf die pflanzen gesprüht. tröpfchen auf der pflanzenoberfläche, die eine temperatur über dem gefrierpunkt haben gefrieren zunehmend und es findet der wärmeausgleich statt, indem die wärmeenergie an die umgebung abgegeben wird und somit einen ausgleichenden effekt auf das mikroklima hat

kann man das so stehen lassen?

meine zweite frage, was passiert in einer pflanze, die vom frost niedergerafft wird? eine pflanze besteht ja meist zu über 80 oder 90% aus wasser. habe nur etwas ungenaueres von www.wasistwas.de :P

Kann ein Baum im Winter erfrieren?


Zunächst einmal haben Bäume Ursprungsländer oder werden für bestimmte klimatische Zonen gezüchtet. So halten tropische Bäume sicherlich nicht dieselben Temperaturen aus, wie Tannen im Mittelgebirge. Aber auch wenn wir von unseren heimischen Bäumen wie Obstbäumen ausgehen, dann können sie durch Kälte Schäden erleiden oder sogar eingehen:

Zum Beispiel, wenn an frostig kühlen Wintertagen die Sonne kräftig strahlt. Dann werden die Stämme der Bäume auf der Sonnenseite stark erwärmt. Auf der Nordseite dagegen bleiben sie kalt. Diese Temperaturunterschiede verursachen Spannungen innerhalb des Holzes, was zum Platzen der Stämme führen kann. Es bilden sich tiefe Wunden, die in den meisten Fällen nicht mehr heilen und den Baum absterben lassen.

Wenn die Sonne auf den Baum scheint, beginnen die Zellen im Stamm, sich zu teilen und zu wachsen. Kommt nachts der Frost, erfrieren die Zellen und die Rinde wird vom Baum abgesprengt. Gärtner sprechen da vom Abwerfen der Frostplatten.


sagt aber nix zu kleinpflanzen... wie ist es dort?

beim menschen kommt es ja zur "Abnahme der Herzleistung und der Sauerstoffversorgung der Körpergewebe". doch dies geschieht ja auch durch organe und blutzirkulation. deswegen kann ich mir zu pflanzen gerade gar nix denken
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Beitragvon NeoXtrim » Freitag 25. Juli 2008, 00:27

ah hier hab ich was

Physiologischer Kältetod


Durch das Einsetzen von niedrigen Temperaturen (aber noch über 0 Grad Celsius) können Tropenpflanzen bereits dem "physiologischen Kältetod" erliegen. Die Ursache dafür liegt in einer schwerwiegenden Störung des temperaturabhängigen Stoffwechsels, der an hohe Temperaturen angepaßt ist. Tiefe Temperaturen beeinträchtigen die Funktionsfähigkeit von Membranen und Enzymen. Die Fluidität der Membranen sowie die Aktivität löslicher und membrangebundener Enzyme wird herabgesetzt. Hierdurch kann es z.B. zu einer Störung der Zellatmung kommen, wodurch der überlebenswichtige Energiegewinn für die Pflanze beeinträchtigt wird, oder vollständig zum Erliegen kommt.

Physikalischer Kältetod


Der physikalische Kältetod dagegen, wird durch Eisbildung in den Zellen hervorgerufen. Es kommt zu einer Zusammenballung der Proteine im Cytoplasma der Zellen durch den mit der Eisbildung einhergehenden Wasserentzug. Die Zellentwässerung erhöht die Ionenkonzentration in den Zellen und an den Membranoberflächen,was zur Ablösung von Membranproteinen auf den Oberflächen führt. Periphere Membranproteine sind nämlich häufig durch geladene Gruppen (Reste) an die ebenfalls geladenen Membranoberflächen gebunden. Der Protoplast der Zelle schrumpft (Plasmolyse) und anschließend lösen sich Lipide aus der Membran (Plasmalemma) heraus.

Beim Einsetzen der Deplasmolyse, während des Auftauens (das Wasser fließt zurück), zerplatzt dann der Protoplast (Zellleib) aufgrund des Mangels an Membransubstanzen. Eiskristalle in den Zellen führen zusätzlich zu mechanischen Schäden an den Membranen.


quelle: http://www.uni-duesseldorf.de/MathNat/B ... rndefr.htm
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