Verwitterung und Erosion von Schiefer

Vom Ranker über die Braunderde bis zum Podsol. Hier dreht sich alles um die Bodenkunde.

Verwitterung und Erosion von Schiefer

Beitragvon unterberg » Mittwoch 12. Februar 2014, 06:35

Hallo, liebe Geographengemeinschaft. Ich bin kein Geologe und komme bei der Recherche nicht mehr weiter.
Es ist doch so, dass im Umfeld des Mittelhessischen (Ton-)Schiefergebirges sehr schlechter Ackerboden vorherrscht (weshalb Hessen vor dem Kohlexport zur Industrialisierung so bettelarm war, dass Fürsten hessische Kinder versklavten, um sie als Soldaten im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zu verkaufen) . Man sagte auch früher, der Boden sei zu verschiefert. Das Gebirge stammt noch aus der variszischen Orogenese, es wurde also (denke ich mal) Meeresmaterial metamorphisiert, was bei der Subduktion des Ozeans abgeschabt und bei der Kollision zerdrückt wurde --> Kalkhaltiger Schiefer?

Frage 1: Kalk stabilisert den PH-Wert gegen Säure (z.B. im Regen)-->gut für Ackerbau, schlecht für Verwitterung?
Frage 2: Schiefer ist ein sehr dichtes Gestein-->Schlecht für Verwitterung?
Frage 3: Habe gelesen, Schiefer erodiert sehr schnell (warum, wegen der Feinkörnigkeit?)--> schlecht für Ackerbau, da Boden schnell auswäscht?
Frage 4: Liege ich richtig, dass verwitterungsanfälliges und erosionsresistentes Gestein guten Ackerboden ergibt? Wenn ja, warum sind für Erosion und Verwitterung unterschiedliche Faktoren verursachend?


Ich hoffe meine Fragen sind nicht zu detailliert. Falls ja, würde ich mich auch über Denkanstöße freuen.
Beste Grüße,
Unterberg
unterberg
 
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Registriert: Mittwoch 12. Februar 2014, 06:12

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