EDITTTTT

Vom Ranker über die Braunderde bis zum Podsol. Hier dreht sich alles um die Bodenkunde.

EDITTTTT

Beitragvon huzgu444 » Dienstag 14. Februar 2012, 19:30

EDITTTTTTTT
Zuletzt geändert von huzgu444 am Dienstag 21. Juni 2016, 20:34, insgesamt 1-mal geändert.
huzgu444
 
Beiträge: 1
Registriert: Dienstag 14. Februar 2012, 19:16

Re: Einige Fragen zum Boden in borealer Zone

Beitragvon Elli » Mittwoch 22. Februar 2012, 00:38

huzgu444 hat geschrieben:"Das führt zu einer langsamen mineralisierung der Nährstoffe"
Warum?

Voraussetzung für Mineralisierung und Humifizierung (Aufbauprozesse) im Boden sind zunächst Verwitterung der anorganischen Substanz und Zersetzung der organischen Streuauflage (Abbauprozesse).
Die Intensität der Abbauprozesse ist dabei von verschiedenen Faktoren abhängig. In der borealen Zone sind die Voraussetzungen dafür eher ungünstig, die Temperaturen sind zu niedrig, die Feuchtigkeit im Boden ist meist zu hoch, die Durchlüftung mangelhaft, das Ausgangsgestein zu sauer und die ebenfalls saure Nadelstreuauflage schwer abbaubar und damit relativ verwitterungsresistent.

huzgu444 hat geschrieben:"Der pH Wert sinkt"
Warum plötzlich und wann genau?

Der pH-Wert ist einfach nur ein Maß für die saure oder alkalische Eigenschaft des Bodens.
Niedriger pH-Wert = sauer
hoher pH-Wert = alkalisch
Der pH-Wert sinkt zum einen durch das saure Ausgangsgestein und zum anderen entstehen Säuren durch die Zersetzung der Nadelstreu (daher der Begriff "Säuregeber"), was eigentlich ein andauernder Prozess ist und nichts mit plötzlich zu tun hat.

huzgu444 hat geschrieben:"Geringe Wasserkapazität"
kommt das auch durch den verhärteten Ortstein?

Die geringe Wasserkapazität kommt durch das große Porenvolumen im sandigen Substrat, durch das Wasser leicht abfließen kann. Zusätzlich wird durch die schwache Durchwurzelung das Wasser kaum durch Pflanzen im Boden gehalten.
Ortstein bewirkt hingegen eine Stauung des Wassers und vernässt im Extremfall den Boden.

Wikipedia ist im wissenschaftlichen Bereich immer mit Vorsicht zu genießen, weil zu schwammig, zu ungenau, manchmal schlichtweg falsch und daher nur für ein grobes Einlesen in einen Sachverhalt geeignet.
Elli
 
Beiträge: 1
Registriert: Mittwoch 4. Januar 2012, 06:07


Zurück zu Bodengeographie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast