Pull-/Pushfaktoren

Wie grenzt man den ländlichen Raum von der Stadt ab? Ist dies heute überhaupt noch möglich? Diese und sonstige Fragen und Antworten sind hier zu finden.

Pull-/Pushfaktoren

Beitragvon Kassiopeia » Donnerstag 12. Februar 2009, 21:28

HallihallO!

Ich erstelle gerade eine Zusammenfassung von Pull-/Pushfaktoren.
In einem Buch habe ich bei Pushfaktoren für die Landflucht (also Faktoren die vom Land "wegdrücken") folgendes gefunden:

-->demographische Faktoren: Bevölkerungsexplosion, Überalterung

Überlalterung kann ich mir noch erklären. Wenn alle jungen Menschen dem Land fliehen und nur noch ältere Herrschaften eine kleines Dorf auf dem Land bewohnen. Aber in welchen Zusammenhang ist die "Bevölkerungsexplosion" dafür verantwortlich, dass man gen Stadt zieht??


Bitte helft mir auf die Sprünge!! Danke
Kassiopeia
 
Beiträge: 14
Registriert: Mittwoch 11. Februar 2009, 21:18
Wohnort: Dresden

Beitragvon NeoXtrim » Donnerstag 12. Februar 2009, 22:14

na zuviele menschen im dorf, stell dir vor eine familie mit 6 kindern. durchschnittlich werden pro 1 bis 2 kinder irgendwann ein eigenes haus, oder einen eigenen hof haben müssen

da das nunmal nicht so einfach ist und sie ja auch nicht mit 25 schon ihr erbe antreten können, müssen sie sich nach alternativen umschauen
NeoXtrim
 
Beiträge: 608
Registriert: Dienstag 13. November 2007, 20:06
Wohnort: Halle

Beitragvon Kassiopeia » Freitag 13. Februar 2009, 00:06

natürlich, du hast Recht

Könnt ihr euch vielleicht ein paar Gründe vorstellen warum man dann als Dorfbewohner so viele Kinder in die Welt setzt, ohne deren spätere Existenz gesichert zu haben? Liegt es vielleicht daran, dass man "Arbeitskräft" für seinen eigenen Hof braucht? Mir ist das Leben auf dem Dorf leider völlig fremd.
Kassiopeia
 
Beiträge: 14
Registriert: Mittwoch 11. Februar 2009, 21:18
Wohnort: Dresden

Beitragvon NeoXtrim » Freitag 13. Februar 2009, 15:04

naja kommt immer auf auf die regional-kulturelle struktur an. obwohl es sicher schon häufig und weltweit so ist, dass rurale gebiete häufiger landwirtschaft betrieben wird. diese ist egal ob wir uns sagen wir strukturen in west-deutschland 1960 und früher, ddr vor 1990 anschauen oder auch lateinamerikanische staaten bis heute, oft an eine gewisse familienstruktur der landwirtschaftlichen betriebe geknüpft

soll heißen: landwirtschaft, ohne riesige maschinen, wird häufig von mehreren menschen betrieben, die häufig aus den selben familien sind, oder aus dem selben dorf

man könnte desweiteren argumentieren, dass eventuell die sexuelle aufklärung auf dem land geringer ist. könnte z.b. dadurch sein, dass zum einen die schulen solche themen in kleinen dörfern eher weniger ausführlich behandeln, dass kirchliche vorbehalte gegen verhütung an die menschen weitergetragen werden oder auch (meine persönliche ansicht), dass gewisse peer groups fehlen, in denen sich viel mit sexualität auseinandergesetzt wird
NeoXtrim
 
Beiträge: 608
Registriert: Dienstag 13. November 2007, 20:06
Wohnort: Halle

Beitragvon haarnasenwombat » Freitag 13. Februar 2009, 18:00

Gerade in Dritte-Welt-Ländern könnte man die doch immer noch hohe Kindersterblichkeit dazu nehmen. Es wird zwar zunehmend "besser", jedoch ist es ja häufig so, dass man bei - ich nenne es mal - alten Gewohnheiten bleibt und trotz der verbesserten Versorgung immer noch mehr Kinder in die Welt gesetzt werden als "nötig".

Ob das jetzt ein Push- oder Pullfaktor ist, da bin ich mir nicht 100%ig sicher, aber die Schulbildung auf dem Land wird immer besser, bzw. ist in Europa plusminus die gleiche wie in der Stadt. Jedoch befinden sich auf dem Land keine weiterführenden Schulen, keine Hochschulen, keine Betriebe, die gut ausgebildeten Arbeitskräfte anstellen könnten.

Grüssle
"Geographie ist die Mutter aller Wissenschaften"
- Immanuel Kant -
haarnasenwombat
 
Beiträge: 259
Registriert: Montag 12. März 2007, 13:04


Zurück zu Geographie des ländlichen Raumes

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast