Was sind agrarökonom. Kenngrößen u deren Bestimmungsfaktoren

Wie grenzt man den ländlichen Raum von der Stadt ab? Ist dies heute überhaupt noch möglich? Diese und sonstige Fragen und Antworten sind hier zu finden.

Was sind agrarökonom. Kenngrößen u deren Bestimmungsfaktoren

Beitragvon NeoXtrim » Dienstag 9. Dezember 2008, 18:35

hab ne aufgabe bekommen eine zeitreihenbetrachtung von 1990 bis 2006 zu agrarökonomischen kenngrößen in sachsen-anhalt aufzustellen und die erläuterung ihrer bestimmungsfaktoren

als ararökonom. kenngrößen wird hier bezeichnet: betriebsgröße, arbeitskräfte in landwirt. betrieben, anbauflächen wichtiger fruchtarten etc.

was kann noch dazu gezählt werden? google half mir jetzt nicht wirklich weiter... ich mein mit fläche, mitarbeiter und anbau ist ja doch schon ein großteil angedeckt!?

und was genau ist mit bestimmungsfaktor gemeint? soviel wie "Arbeitskräfte in landwirt. betrieben" hat den bestimmungsfaktor "anzahl der mitarbeiter" oder wie? aber irgendwie ergibt das für mich fast keinen sinn, da es logisch ist und eigentlich mehr ein synonym als ein bestimmungsfaktor

any idea? :)
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Beitragvon karlmay » Mittwoch 10. Dezember 2008, 14:36

au weia - manchmal frage ich mich, ob die Angehörigen der Generation google eigentlich noch das gute alte Lehrbuch kennen ... und - wenn schon google - ob sie wissen, wie man sucht ... :-?
Wenn du im Inhaltsverzeichnis oder im Index einschlägiger Lehrbücher der Agrargeographie nach dem Begriff "agrarökonomische Kenngrößen" suchst, wirst du vermutlich nicht viel erfolgreicher sein, als wenn du danach googelst. Aber vielleicht hast du sehr sehr schnell ein Erfolgserlebnis, wenn du dich in besagten Fachbüchern ein wenig in den Kapiteln umschaust, die sich mit den ökonomischen Aspekten des Sektors befassen.
Und wenn du googelst, würde ich versuchen, gezielt nach Seiten zu suchen, die sich mit dem Agrarsektor bzw. - Vulgärausdruck - mit der Landwirtschaft befassen. Die Suche nach "Information Landwirtschaft" führt z.B. recht zügig zu verschiedenen brauchbaren Seiten. Natürlich muss man dann noch ein wenig Hirnarbeit aufwenden, um die relevanten von den irrelevanten Informationen zu trennen
;)

ansonsten schau mal nach "Agrimente"

Und den Begriff "Bestimmungsfaktor" würde ich möglichst wörtlich nehmen: Ein Faktor, der etwas (mit)bestimmt - der also Einfluss nimmt auf ...
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Beitragvon NeoXtrim » Mittwoch 10. Dezember 2008, 16:09

ja ich kenne lehrbücher noch ;) zwar werden sie von ethnographien fast schon verdrängt, aber noch ist ja nichts verloren :D

leider befindet sich, neben diversen lehrbüchern nichts in meinem besitz über agrarökonomie... ich habe zu dem begriff nicht sehr viel aussagekräftiges gefunden bzw. teilweise bezahlseiten

deinen tipp mit der ökonomischen seite von agrarunternehmen ist natürlich dann das beste, was ich machen kann :)

dachte nur, spontan würde da vielleicht bei dem ein oder anderen was fließen, womit ich selber neue ideen bekäme


mit der bestimmungsgröße haperts aber noch bei mir... kannst du vllt ein beispiel nennen? weil so wie ich es mir gerade vorstelle bedingt alles sich doch irgendwie (z.B. anbaufläche --> ertrag --> gewinn --> größere anbaufläche etc.)
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Beitragvon karlmay » Montag 15. Dezember 2008, 22:25

mit der bestimmungsgröße haperts aber noch bei mir... kannst du vllt ein beispiel nennen? weil so wie ich es mir gerade vorstelle bedingt alles sich doch irgendwie (z.B. anbaufläche --> ertrag --> gewinn --> größere anbaufläche etc.)


Sicher, es gibt Ursachen-Wirkungsketten (oder besser: -gefüge, denn es sind nicht nur lineare Zusammenhänge) - eine Ursache von irgendwas ist ihrerseits gleichzeitig das Ergebnis des Einwirkens anderer Faktoren.
Nimmt man z.B. den Gewinn als Kenngröße, so ist der nicht nur vom Ertrag abhängig, sondern auch von den Kosten der Produktion (diese wiederum von der Intensität der Produktion, den Preisen der Produktionsfaktoren, der Betriebsmittel etc.) sowie den Preise der produzierten Güter (die z.B. von den Agrarmarktbedingungen, der agrarpolitischen Einflussnahme auf den Agrarmarkt etc. abhängen). Der Ertrag wiederum ist nicht nur von der Anbaufläche abhängig, sondern auch z.B. von der Produktivität der Produktionsfaktoren; diese wiederum u.a. vom sog. "Stand der Technik" und vom technischen Fortschritt. Die Anbaufläche eines Betriebes ist keinesfalls nur vom Gewinn abhängig, sondern muss auch als Ergebnis eines Optimierungsprozesses gesehen werden, bei dem der Landwirt versucht, den Einsatz der Prod.fakktoren so zu bemessen, dass er ein hinreichendes (oder maximales) Einkommen erzielen kann. Insofern ist die Betriebsgrößenstruktur das Ergebnis einzelbetrieblicher Anpassungsstrategien an (sich ändernde) Produktions- und Marktbedingungen zu sehen. Und dann darf man natürlich, wenn man es mit Ostdeutschland zu tun hat, auch den nachwirkenden Einfluss der DDR-Agrarpolitik nicht vergessen ... s. Lehrbücher ...
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Beitragvon NeoXtrim » Dienstag 16. Dezember 2008, 06:02

naja, sollen ja nur 30 seiten werden, da passt das alles rein Bild :)
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