Geographie, Geologie oder doch ein anderes Studium?

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Geographie, Geologie oder doch ein anderes Studium?

Beitragvon Färjestads » Sonntag 8. April 2012, 22:16

Hallo zusammen!

Ich werde diesen Sommer meine Schulausbildung (Abitur/Matura) abschließen und wollte mir hier ein paar Meinungen einholen. Da ich gleich 3 Wochen nach meinem Abschluss zum Bundesheer muss, werde ich erst ab dem Wintersemester 2013 studieren können und habe somit noch viel Zeit mich zu erkundigen. Hier im Forum kann ich ja einmal anfangen. :)

Obwohl ich eine wirtschaftliche bzw. kaufmännische Schule (HAK) besuche, in der man nur 1 Jahr Physik und Chemie und 2 Jahre Geographie hat, bin ich doch sehr an naturwissenschaftlichen Fächern interessiert. Ich habe mich an ein paar Unis umgeschaut und 3 Fächer raus gepickt die man fast überall studieren kann und die mir auch zusagen: Ökologie, Geologie und Geographie. Diese 3 Studiengänge habe ich ausgewählt da ich ein Verfechter des nachhaltigen Wirtschaftens, der regenerativen Energie und natürlich des Umweltschutzes bin. Ich arbeite außerdem in jeder Hinsicht gerne mit Karten und vor allem mit Statistiken.

Würde ich die Geographie jetzt in physische und humane einteilen, man verzeihe mir die grobe Unterteilung aber ich bin kein Spezialist in diesem Gebiet, so tendierte ich eher zur physischen. Allerdings interessiert mich die Humangeographie ebenfalls denn die Analyse, Bewertung und Planung von Städten, Gebieten Staaten und Regionen in jeglicher Hinsicht klingt sehr spannend. Ich weiß zwar nicht in wie fern meine persönlichen Stärken und Schwächen relevant sind aber ich denke da ich ein großes naturwissenschaftliches Interesse habe, täglich Zeitung lese und mich für die derzeitigen Geschehnisse in der Welt interessiere, versuche auf dem aktuellen Stand im Bereich Technik und Energie zu bleiben, in Mathematik recht gut unterwegs bin, Fremdsprachen sehr schnell erlerne und auch gerne Zeit in der Natur verbringe ist Geographie sicher ein Fach das in Frage kommen würde.

Mir ist schon klar dass Geographie sicher kein Studium mit rosigen Jobaussichten ist, aber kann man sich in der Arbeitsfeld zurechtfinden wenn man sich dementsprechend engagiert oder ist es wirklich so schlimm wie sehr viele Leute behaupten? Da ich mich nicht für einen guten Lehrer halte, wäre ein Lehramtsstudium eher weniger angebracht allerdings ist das noch nicht ganz entschieden. In welchen konkreten Berufsfeldern werden Geographieabsolventen - ich verwende den Begriff Geographen nicht da ich mir darunter nichts vorstellen kann - denn gebraucht? Da sicher viel von der jeweiligen Spezialisierung und den absolvierten Praktiken abhängt würde ich gerne wissen welche Geographieschwerpunkte interessant sein könnten wenn man sich für die Erforschung, Verbesserung, Entwicklung oder Vermarktung im Bereich der regernativen Energie einsetzten will und bei welchen Unternehmen bzw. in welchen Abteilungen könnte man hier eine Arbeitsstelle finden. Könnt ihr mir neben Studienschwerpunkten vielleicht auch noch Unis empfehlen oder sonst irgendwelche Tipps geben? Habe ich eventuell in meinen Annahmen etwas übersehen oder falsch verstanden? Wollt ihr vielleicht noch etwas hinzufügen? Da das hier ein Geographie Forum ist denke ich kaum dass es Sinn hat ebenfalls nach Geologie oder Ökologie zu fragen. :P

Ich entschuldige mich gleich einmal für meine lästigen Fragestellungen aber wenn ich einmal anfange kann ich nur schwer aufhören. Da ich gerne einige Fragen beantwortet hätte, mich eure Meinung interessiert und ich gerne etwas mehr erfahren möchte hoffe ich dass mir hier vielleicht jemand etwas weiterhelfen könnte!

Gruß, Stefan
Färjestads
 
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Re: Geographie, Geologie oder doch ein anderes Studium?

Beitragvon odomos » Donnerstag 3. Mai 2012, 12:37

Hallo Stephan,

bin gerade über deinen Beitrag gestolpert und dachte ich antworte mal, wenn es sonst keiner tut :)
Ich selbst kann dir ein Studium der Geologie nur nahelegen. Allerdings wirst du hier eher wenig mit Planungen, Statistiken etc. zu tun haben, sondern ein rein naturwissenschaftliches Fach studieren. Aber auch ein sehr spannendes, welches bei geeigneter Fächerwahl eventuell eine höhere Jobgarantie hat als die Geographie.
Ich selbst studiere gerade im Master angewandte Geologie mit Wasserwirtschaft und Hydrologie. Dies ist natürlich schon eine sehr anwendungsbezogene Vertiefung, die man so in der Geographie vieleicht nicht findet (zumindest mein Eindruck von Kommilitonen aus der Geographie).
Dafür hat die Geographie aber bestimmt andere Vorteile. Wird ja kein Zufall sein dass wesentlich mehr Studenten in der Geographie zu finden sind als in der Geologie.
Eines musst du aber wissen: Geologie hat, je nach Uni, einen recht hohen Anteil an Mathe, Physik und Chemie. So haben wir die allgemeine Chemievorlesung mit den Chemikern gehört und Physik mit allen anderen Nebenfächlern.
Ich denke es ist wichtig, dass du dir ausgiebig die Studienordnungen und (ganz wichtig) Modulhandbücher der einzelnen Unis durchliest. Du wirst dann schnell merken dass Geologie und Geographie trotz des gemeinsamen "Geo" sehr unterschiedlich sind.
Mir persönlich ist die Geographie zu unspezialisiert. Viele sehen das aber gerade als Vorteil.
Hier muss man halt wissen was man machen möchte und was einen interessiert.
So habe ich mich für die angewandte Geologie im Masterstudium entschieden, da ich später unbedingt in der Entwicklungszusammenarbeit aktiv sein möchte und zwar im technischen Bereich. Wenn es aber eher um Planungen etc. geht, bringt mir mein Studium auch nicht so viel.
Da hat dann der Geograph die Nase vorn :)
odomos
 
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