Werden die Studenten infantil?

Tipps von Studenten an zukünftige, oder einfach nur nützliche Hinweise Betreff des Studiums. Viel Spaß beim boarden!

Re: Werden die Studenten infantil?

Beitragvon frokost » Mittwoch 21. September 2011, 07:41

http://www.bundesregierung.de/nn_1264/C ... gress.html

""Europäischen Qualifikationsrahmen geschehen, der für ganz Europa festlegt, welche Abschlüsse welchen Wert haben.

"In den Zeugnissen wird dann klar sein, dass eine anspruchsvolle dreijährige Ausbildung auf der gleichen Stufe steht, wie eine Gymnasialausbildung, dass ein Mechatroniker dann genauso viel wert ist wie das Abitur", erklärte die Ministerin.
"""

Hier liegt der Denkfehler der Politik: wenn eine Ausbildung im EQR nur auf einer Stufe steht mit Abitur/Highschool - der ausländische Absolvent aber immer darüber hinaus qualifiziert wird -- dann lohnt nachher eine Ausbildung nicht --- du kannst nachher evtl. schlechter vernünftig damit im Ausland Geld verdienen, denn langfristig wird der EQR ein Orientierungsrahmen, weil die Politik hier ein System übernimmt das nicht passt!

gerade der Mechatroniker ist in vielen anderen Ländern ein Ingenieur -- daher der Ingenieurmangel --- das ist auch eine Fata Morgana, weil das arbeitgebernahe IW permanent DE Ing.quoten mit denen anderen europäischer Länder vergleicht --- dort sind aber evtl. oftmals wieder viele technische Berufe unter tertiären Bildungsgängen, die hier Ausbildung sind.
frokost
 
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Re: Werden die Studenten infantil?

Beitragvon Varus » Donnerstag 3. November 2011, 20:01

Hallo frokost,
ich habe deine weitreichenden Ideen gelesen, Das stichst du wirklich sehr tief in ein bildungspolitisches Wespennest. Solche Probleme werden gerne ignoriert, man setzt lieber auf einfache Antworten.
Mit ist schon lange klar, dass eine qualifizierte Ausbildung in Gewerbe und Handel, je nach Berufszweig differenziert versteht sich, einen qualifizierteren Status des Absolventen erzeugt als das Abitur. Hier liet eben der große Irrtum der Ministerin, die das genau umgekehrt sieht (wie wahrscheinlich Millionen andere Deutsche auch) und daher die Angleichung als möglches Ziel in Aussicht stellt.
Die deutsche Bildungshierarchie lautet doch:
<ohne Schulabschluss>, <Schulabschluss ohne Berufsausbildung>, <abgeschl. Berufsausb.>, <Abitur ohne Beruf/Studium>, <Diplom-Sonstwas bzw. MA>, <Dr.>, <PD>, <Prof.>, <Prof.Dr.>, <Minister>. Man steigt da irgendwo zwischendurch ein, manches kann auch übersprungen bzw. nachgeholt werden. In dieser gedanklichen Zwangsjacke bewegt sich die gesamte Bildungsdiskussion.
Ich kann mir gut vorstellen, dass mancher Mechatroniker mehr kann als ein Ingenieur entpr. Fachrichtung, das ein studienabgebrochener Informatiker mehr praktische Fähigkeiten hat als ein Dipl.-Inf., oder ein praktisch ausgebildeter Bankkaufmannn als Wertpapiermanager mehr taugt als ein promovierter Diplom-Analyst. Diese Titulaturen kann man internatioal sowieso qualitativ kaum vergleichen., da bringen dann quantitative Aussagen über Absolventenzahlen auch nichts.
Ich glaube das ist wichtig gerade für Geografen, da diese sehr oft solche internatonalen Vergleiche anstellen, wie die Statistik zustande kommt, danach wird dann nicht mehr gefragt.
Varus
 
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Re: Werden die Studenten infantil?

Beitragvon MandyH » Dienstag 2. Oktober 2012, 15:24

Naja, infantil ist glaube ich nicht die richtige Bezeichnung. Es wird von ihnen weniger eigenen Denkleistung gefordert und vieles vorgekaut. Werden Klausuren geschrieben wird genau durchgegangen, welche Theman rankommen. Das das System so verschult ist, wird uns noch auf die Füße fallen, da bin ich mir sicher.
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