Komplette Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten

Tipps von Studenten an zukünftige, oder einfach nur nützliche Hinweise Betreff des Studiums. Viel Spaß beim boarden!

Re: Komplette Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten

Beitragvon NeoXtrim » Donnerstag 9. September 2010, 01:08

unser prof in wigeo meinte letztens er brauche die digitale version der hausarbeit um sie durch ein plagiarismus-programm laufen zu lassen.
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Re: Komplette Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten

Beitragvon Arno » Sonntag 19. September 2010, 01:42

jetzt wissen wir endlich, wofür die Studiengebühren verwendet werden ;-)

Ach nein, in Halle nehmen Sie ja gar kein Geld für Geographie …
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Re: Komplette Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten

Beitragvon NeoXtrim » Montag 11. Oktober 2010, 13:14

richtig, erst ab dem 14. semester glaube ich

einige studienfächer sind mittlerweile dieses sem. zulassungsfrei hier, sodass das audimax (auditorium maximum!) nicht ausreicht und die MLU das steintor varieté anmieten muss, dort wo sonst musiker, comedians etc. auftreten^^
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Re: Komplette Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten

Beitragvon rika » Dienstag 29. November 2011, 17:07

Plagiate ja oder nein, wo fängts an und wo hörts auf? Sehr spannendes Thema.. Was sagt ihr zum Beispiel zu der Plattform hausarbeiten.de? Immerhin kann man sich dort welche kaufen und runterladen und einzelne Seiten anlesen.. ich bin ganz ehrlich, so ein paar Inspiationen, Definitionen etc. hab ich auch von dort auch schon für meine wissenschaftlichen Arbeiten genommen und das ohne immer die Quelle anzugeben, denn immerhin wirken manche onlinequellen nun mal nicht seriös! Also, ist das schon direktes Betrügen oder gehört das zur kreativen Freiheit eines jeden Studenten?
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Re: Komplette Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten

Beitragvon geogräfin » Mittwoch 30. November 2011, 21:26

ich bin ganz ehrlich, so ein paar Inspiationen, Definitionen etc. hab ich auch von dort auch schon für meine wissenschaftlichen Arbeiten genommen und das ohne immer die Quelle anzugeben,

Der Begriff "Inspirationen" ist ziemlich schwammig, deshalb lässt sich diesbezüglich kaum sagen, ob es sich um ein Plagiat handelt. Wenn du dich lediglich hinsichtlich der groben Gliederung einer Arbeit "inspirieren" lässt, dürfte das ziemlich unverfänglich sein. Wenn du dich aber hinsichtlich eines - eventuell außergewöhnlichen - Untersuchungsdesigns oder einer komplexeren Argumentationslinie "inspirieren" lässt (soll heißen: diese einfach übernimmst), ist das schon ziemlich problematisch. Die Übernahme von Definitionen ohne Quellenverweis ist meines Erachtens i.d.R. ein Verstoß gegen den Grundsatz der Redlichkeit. Und wenn du etwas wörtlich übernimmst, ohne die Quelle anzugeben, ist es ein Plagiat - ganz egal, aus welcher Quelle du dich bedienst.
Davon abgesehen: Auch wenn bei den auf hausarbeiten.de zu findenden Arbeiten die Note angegeben ist und man also die Möglichkeit hat, sich nur auf die "guten" und "sehr guten" Arbeiten zu konzentrieren, sollte man sich im Klaren darüber sein, dass es sich vielfach um Arbeiten von Personen handelt, die auch noch nicht so tief "im Stoff stehen", wie etwa die Wissenschaftler, auf deren Werken diese Hausarbeiten beruhen. Und da du die Bewertungskriterien der Arbeiten nicht kennst (und da die Notenvergabe bei der Bewertung von Hausarbeiten bisweilen schwer nachvollziehbar ist), kannst du auch bei einer mit "gut" bewerteten Arbeit nicht zwangsläufig davon ausgehen, dass sie mit Blick auf die von die verwendeten Teile wirklich gut ist ...
oder gehört das zur kreativen Freiheit eines jeden Studenten
Ein großer und gefährlicher Irrtum - bei der Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten haben Studenten keinesfalls mehr "kreative Freiheiten" als "fertige" Wissenschaftler!
Schau mal hier:
http://www.sueddeutsche.de/karriere/wissenschaftliche-arbeiten-euro-strafe-fuer-copy-amp-paste-1.570395
und hier:
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,587265,00.html
und hier:
http://www.sueddeutsche.de/karriere/abschreiben-im-studium-gefaehrliches-copy-und-paste-1.998980
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Re: Komplette Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten

Beitragvon Arno » Sonntag 25. Dezember 2011, 10:08

geogräfin hat geschrieben:bei der Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten haben Studenten keinesfalls mehr "kreative Freiheiten" als "fertige" Wissenschaftler!
Das Risiko der Studierenden erwischt zu werden ist sogar eher größer, da sie meist noch nicht sicher Fehlerhaftes, das sie irgendwo abschreiben, als solches erkennen. Wissenschaftler merken sich aber erfahrungsgemäß den Unisnn, den ihre Kollegen schreiben, eher als den Sinn. Mit der Folge, dass sie ein Plagiat schon weit gegen den Wind riechen.
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