Geographie studieren-ich auch,evtl mit BWL: Wo? Fragen !

Tipps von Studenten an zukünftige, oder einfach nur nützliche Hinweise Betreff des Studiums. Viel Spaß beim boarden!

Geographie studieren-ich auch,evtl mit BWL: Wo? Fragen !

Beitragvon KaiservonChina » Dienstag 27. Juni 2006, 23:29

Hallo zusammen !

hier hat sich eben in der Geographengemeinde noch ein Interessierter angemeldet. Hoffentlich könnt ihr mir schnell helfen. Schnell, denn ich würde gerne dieses Wintersemester losstudieren :).

Kurz zu meiner Geschichte:

04 habe ich mein Abi gemacht, mit 2,9 in Baden-Württemberg. Das wird bei meinen Fragen wohl noch eine Rolle spielen. mit dem Willen Richtung Design etwas zu studieren. Doch davon bin ich wieder weggekommen, denn ich musste sehen, dass nicht alles so läuft wie im Film (was Frauen wollen ;) ) und dass Erfolg in einer solchen Branche sehr schwierig ist. Denn ich fotografiere beispielsweise gerne, aber jeder der eine Kamera halten kann, kann beispielsweise Bilder an die Presse schicken und so Berufsfotographen das Wasser abgraben. Aber ich will hier nicht ausschweifen.

Geographie hat mir in der Schule (Neigungsfach) auch schon Spass gemacht. Und es gibt eigentlich keinen so wichtigen Grund für einen Studiengang wie der Spass daran. Nur so kann man auch die Zeit /manchmal evtl. Durststrecken überstehen. Und nachher im Beruf auch mit Freude arbeiten, mit Freude auch mal länger arbeiten etc...

Nun bin ich momentan über ein Jahr bei einem international tätigen Unternehmen als Praktikant beschäftigt, was mir auch gezeigt hat, dass ich Wirtschaft allgemein sehr interessant finde. Jedoch wäre mir wohl ein außschließliches Wirtschaftsstudium zu einseitig. Außerdem gibt es ja leider exzellente BWLler wie Sand am Meer ;).

Nun habe ich mir Gedanken gemacht:

Was macht mir Spass, wo habe ich gute Berufsaussichten + eine Konstante ist, dass ich dieses Jahr anfangen möchte, da bereits 2 Jahre seit meinem Abi verstrichen sind.

Da kam mir die zündende Idee: Geographie. Sehr vielseitig, verknüpfbar mit vielen Fächern. Vielseitige Einsatzmöglichkeiten im Berufsleben - von Beamter in Statistischen Hoch-Tief /was weiß ich-Ämtern bis hin zur Tätigkeit in Consultingunternehmen, Standortmanagement, etc.

hier nun die Fragen:

Mit meinem Schnitt kann ich natürlich nicht behaupten, dass mir jede Tür und jedes Tor offen steht wie einem 1.0 er. Dennoch habe ich noch viele Möglichkeiten, oder ? (Erinnerung, Schnitt 2.9)

Desweiteren würde ich dem Fach Geographie BWL hinzufügen - eventuell auch etwas englisches - da ich die USA super, klasse, toll finde.

Lässt sich das kombinieren ? Geographie mit BWL und/oder Amerikanismus oder Englisch oder so etwas ?

Wenn ja, Wo, Bonn soll ja eine tolle Stadt sein, OHNE Zulassungsbeschränkung ab diesem WS. Aber wie ich sah auf der Homepage, wenn mich nicht alles täuscht, nichts mit BWl-Kombi oder dergleichen... Wo geht das denn ?

Vielleicht noch ein zusätzlicher Anspruch, wenn ich mir den erlauben darf: Gibt es das alles irgendwo in Süddeutschland, denn ich möchte also nicht unbedingt bis Dresden oder Jena fahren müssen.

Ich freue mich jetzt schon über eure Antworten. Lasst euch net zurückhalten, wenn ihr auch nicht zu allem einen Tipp habt, egal, schreibt was ihr mir in meinem Fall raten könnt.

Danke euch schonmal!
Grüße,
Gerd

edit: Ich habe gerade die beruftnet-Seite des Arbeitsamts durchgeschaut und dabei sind mir unter Zahlen, Daten, Fakten http://www.abis.iab.de/bisds/data/seite_883_BO_a.htm
die Arbeitslosenzahlen von Universitätsangängern leicht säuerlich aufgestoßen... muss mir das Sorgen bereiten ?
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Beitragvon Ulli » Mittwoch 28. Juni 2006, 09:10

doch! nimm bonn. geh mal auf www.giub.uni-bonn.de

dann studium > diplom > nebenfächer. hier findest du als letztes wirtschaftswissenschaften

keine sorge um die note, wenn du halt nen studienplatz hast. ich hab nur n 3,2 er abi gemacht u sehr gut studiert ;)

arbeitslos...ich bin der festen überzeugung, dass man mit geo sehr gute möglichkeiten hat. versprechen kann dir aber kein fach einen job.


lg
die ulli
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Beitragvon Kieselsäure » Mittwoch 28. Juni 2006, 15:07

Sicher kannst du auch in Baden-Württemberg Geographie studieren, sieh nur mal Heidelberg, und sicher auch woanders noch. Die Verbindung zur BWL sollte über Nebenfach kein Problem sein. Zum Thema Arbeitslosigkeit mußt dich mal hier im Job-Unterforum einlesen, da findest du bestimmt ausreichend Infos.

Habe Abi auch mit 3,2 gemacht und ebenfalls super studiert. Sobald du den Studienplatz hast, interessiert im späteren Leben dein Abi-Schnitt kein Mensch mehr, es sei denn du brichst das Studieren ab.
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Beitragvon KaiservonChina » Mittwoch 28. Juni 2006, 22:54

Hallo Ihr beiden,

toll ich dank euch für eure Hilfe. Das hat mir schonmal viel gebracht.
Momentan bin ich auch leicht geknickt, aber nicht wegen meinem Studium sondern, weil ich beim Tennnis spielen war mit einem Kollege und auf einmal auf dem nichts kamm ein Hagelschlag, das ich noch nicht in meinem Leben zu Gesicht bekommen habe bisher. Hühnereigroße Bälle, teils Tennisballgroße Hagelbälle. Diese haben unser ganzes Auto zusammen geschlagen :( (Die Natur birgt schon faszinierende, aber auch beängstigende Gewalten)

Wie dem auch sei - eure Antworten stimmen mich positiv.

Ist es denn auch möglich, mit meinem Schnitt in einer süddeutschen Universität unterzukommen ?

Beispielsweise Stuttgart, Heidelberg, Mannheim, Tübingen ?
Oder sind dort überall sehr strenge NCs - geschaut hab ich auf den HPs schon, allerdings kann jemand mit Erfahrung mehr sagen, nehme ich an.
Ja Sicherheit im Job kann mir niemand garantieren - Spass im Beruf ist die Beste Voraussetzung dafür dass man nicht ohne Job bleibt.


Ich freue mich auf jeden Fall über weitere Antworten von euch !
Und lese natürlich au hier im Forum weiter.

Vielleicht noch was: Gibt es eine Grundvoraussetzung um Geographie mit freude studieren zu können ? Magg vielleicht soof klingen, aber so wie zum Beispiel sehr abstrakt denken können, wenn man Mathe studieren will.... wie zuvor geschrieben, Geographie hat mir in der Schule auch immer Spass gemacht, was mitunter auch eine meiner besten Noten war.

Grüße,
Gerd
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Beitragvon Ulli » Donnerstag 29. Juni 2006, 09:08

zu den vorraussetzungen:

reisen, interesse an deiner umwelt u den strukturen dahinter.

schaust du gern zu, wie ne gewitterfront aufzieht?
fragst du dich, warum die straßenbahn diesen doofen umweg u nicht lieber daundaher fährt?
könntest du ewig in atlanten oder straßenplänen rumblättern?

naja, kein muss, aber ich hab durch sowas zumindest gemerkt, dass es geo ist.


süddt uni: kein schimmer. ich kann dir nur wärmstens bonn empfehlen. egal wo ich georaphen treffe, professoren, dr...: "sie haben in bonn studiert, wow.kennen sie prof xxx oder xxx" und ich kenn sie alle u hab ihre bücher im regal ;)
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Beitragvon Easy » Freitag 30. Juni 2006, 12:44

Eine sehr interessante Kombi.
Ich mach zwar erst nächstes Jahr mein Abi, würd mich für die beiden Fächer aber auch interessieren, und würd noch mal gerne die Frage aufgreifen, ob und wie weit sich das mit Englisch kombinieren lässt.

Ich bin an einer Schule mit bilingualem Zweig und habe seit Jahren Erdkunde nur auf Englisch, auch im Abi und fände es schade, wenn das fürs Studium "umsonst" gewesen wäre.

Easy
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Beitragvon KaiservonChina » Samstag 1. Juli 2006, 15:02

Danke für die Antwort :) ...

das klingt gut und ich habe auch gesehen, dass es ja einige Nebenfächer gibt, einzig die Homepage fand ich jetzt nicht soo ansprechend ;).

Anyway: Englisch ist mit sicherheit auch eine tolle Idee, gibt es da eine Kombinationsmöglichkeit mit Englisch oder Amerikanismus ?


Darüber hinaus noch eine Frage:

Mit welcher Dauer habe ich hier dann zu rechnen - also des Studiums ?

Ich habe von einer Mindest-Studienzeit bei einem Diplom von 9 Semestern gelesen. Aber von einer Regelstudienzeit von bis zu 13 Semestern (!!!!) gehört.

Stimmt das ? Habt ihr schon von fertigen Studenten gehört, wie lange diese gebraucht haben ?

Denn ich muss sagen, dass ich nicht unbedingt noch mit 28 Studieren will :? ...

Muss ich denn Abstriche machen, wenn ich das Studium in der Mindeststudienzeit durchziehen will [b]- also kann ich nicht zu Exkursionen oder dergleichen ?

Wie viele Studenten hat die Geographie Abteilung denn ?


Danke schonmal für eure Antworten wieder :)

Gruß Gerd
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Beitragvon Kieselsäure » Samstag 1. Juli 2006, 22:32

@Easy: Englisch ist immer gut, es wird dir im Hauptstudium z.B.von Nutzen sein wenn du es mit englischen Texten und Artikeln zu tun bekommst, diese zu verstehen (und auch zu schreiben) und dabei nicht ständig im Wörterbuch nachzuschlagen ist Pflicht heutzutage.
Aber vielleicht ist es auch möglich Amerikanistik/Anglistik als Nebenfach zu wählen, das gibt es normalerweise nicht als Nebenfach glaub ich, aber du kannst es selbst beantragen.

@Kaiser: Zur Regelstudienzeit, die beträgt bei Geographie eigentlich immer 9 Semester, das bedeutet: 8 Semester Vorlesungen/Übungen, und 1 Semester Diplomarbeit.
Da viele Studenten irgendwann im Studium mal eine oder mehrere Prüfungen nicht gleich geschafft haben, verschieben sich manchmal auch nachfolgende Vorlesungen, die ein Jahr später besucht werden müssen dann. Auch kann es sein, daß man nebenbei arbeiten muß und aufgrund des Zeitmangels dadurch Prüfungen in spätere Semester verlegt. Oder man braucht mehr Zeit für die Diplomarbeit.
Ich glaube die DURCHSCHNITTS-Studienzeit beträgt grob 11 bis 11,5 Semester, was allerdings von Uni zu Uni variiert. Und verabschiede dich auch gleich von dem Gedanken daß du mit deinen Komilitonen zur gleichen Zeit fertig wirst mit studieren, im Laufe des Hauptstudiums driften alle auseinander weil jeder unterschiedliche Spezialisierungen verfolgt, wie lange du brauchst hängt allein von dir ab (und manchmal mißlichen Umständen an der Uni).

Regelstudienzeit dagegen ist fast gleichzusetzen mit Mindeststudiendauer, außer man wird schneller fertig indem man Vorlesungen/Prüfungen vorzieht, aber das ist sehr selten. Regelstudienzeiten von 13 Semestern gibt es nicht!
Du mußt nicht auf Exkursionen oder dergleichen verzichten, du solltest vielleicht sogar ein Auslandssemester machen (als Teil der Regelstudienzeit oder aber auch als Urlaubssemsester, das bedeutet daß du ein oder zwei Semester was anderes mitten im Studium machen kannst ohne daß es dir auf deine Regelstudienzeit angerechnet wird).
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Beitragvon Reaumur » Sonntag 2. Juli 2006, 11:58

Was die Studiendauer betrifft, das ist bei jedem anders und hängt von den jeweiligen Umständen ab. Ich möchte aber behaupten, daß es eigentlich kein großes Problem sein sollte, die Pflichtveranstaltungen in 8 Semestern zu schaffen. Ich kann nur von mir persönlich sprechen, ich hatte kein Problem damit, die vorgeschriebenen Veranstaltungen in 8 Semstern zu schaffen. Im Gegenteil, ich habe sowohl in Geographie als auch in meinen beiden Nebenfächern sogar deutlich mehr gemacht als vorgeschrieben, wobei ich sogar zeitintensive Nebenfächer habe. Außerdem habe ich nebenher noch Sprachkurse machen können und einmal hatte ich sogar für 6 Monate noch eine Hiwi-Stelle nebenher. Gut, ich muß zugeben, daß ich oft voll ausgelastet war und kaum Freizeit hatte. Auch die vorlesungsfreie Zeit waren für mich in der Regel keine "Ferien". Es kommt halt darauf an, wieviel Arbeit man sich selber zumuten möchte.
Aber das gilt nur für die Veranstaltungen, nicht unbedingt für die Diplomarbeit. Ich glaube, bei Geographiestudenten ist es nicht ungewöhnlich oder vielleicht sogar der Regelfall, daß man für die Diplomarbeit länger als die eigentlich vorgeschrieben 6 Monate braucht. In meinem Umfeld ist das zumindest so, man beginnt an der Diplomarbeit zu arbeiten und meldet sich erst dann an, wenn die Zeit reif dafür ist. Bei mir ist es genauso, ich sitze auch schon ziemlich lange an meiner Diplomarbeit und werde auch noch eine Weile brauchen, was aber auch an dem Thema liegt, das ich gewählt habe. Im Endeffekt habe ich dann auch etwa ein Jahr länger als die Regelstudienzeit gebraucht, obwohl ich während des Studiums einigermaßen flott war.
Wichtig ist eben, daß man sich wirklich voll und ganz auf sein Studium konzentrieren kann. Wenn man z.B. nebenher arbeitet oder arbeiten muß, dann ist das ein enormes Hindernis.
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Beitragvon KaiservonChina » Dienstag 11. Juli 2006, 22:31

Hey ich danke euch für eure Antworten !

Find ich toll, dass hier nicht jeder immer nur einen Ein- oder Zweizeiler schreibt, sondern wirklich greifbare Information.

Nun, ich habe mich umgehört und kannn mich immer mehr für Marburg erwärmen. Ist natürlich schwierig wie man sich zwischen zwie solch gleichwertigen (sag ich jetzt mal von den Rahmenbedingungen her) Unis.
Von Marburg habe ich auch schon ein poitives Bild, da Freundinnen von mir dort sind und gutes berichten.

Ich weiß, dass hier gerne Bonn empfohlen wird, dennoch hier nochml mein Selbstgespräch:
Bei den Unis meiner näheren Umgebung ist durch meinen Schnitt der Zugang natürlich begrenzt, wenn man so schaut:

Heidelberg; Edeluniversität, gleichzeitig Massenuni, dort reizt es mich auch gar nicht hinzugehen.

Freiburg; Reizen - weiß ich nicht. Dennnoch, schöne Stadt, trotzdem Bewerbung nötig und Freiburg ist auch für seine härteren Auswahlverfahren bekannt.

Mannheim: Über diese Uni weiß ich leider nichts aufgrund schlechter Geographie-Homepage, da dieses Fach wohl nicht über die normale Uni läuft (?) ....

Stuttgart: Wäre für mich a) von der Nähe her attraktiv und b) von der Stadt, ich find Stuttgart wirklich toll. Allerdings habe ich durch die schlechte/kaum vorhandene Homepage kaum Infos sammeln können, aber ich bin sicher, dass es auch hier ein Auswahlverfahren gibt ?

Tübingen: Reizt mich von der Stadt nicht, ansonsten wohl toll dort zu studieren, auch Spitzenuni.



Gibt es K.O. Kriterien gegen Unis ? zum Beispiel bekannt für schlechte Professoren oder schlechte Arbeitseinstellungen/Materialien, etc ?

Danke euch wieder im Voraus für eine Antwort !

Viele Grüße,
Gerd
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