Ist die Ländergliederung Deutschlands zeitgemäß?

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Ist die Ländergliederung Deutschlands zeitgemäß?

Beitragvon optimist » Dienstag 12. April 2005, 20:57

Hallo,

erbitte hilfe und Anregungen zu der Frage:

Ist die Ländergliederung Deutschlands (noch) zeitgemäß?

Danke im Vorraus! ;)
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Neugliederung des Bundesgebietes

Beitragvon SarSar » Mittwoch 13. April 2005, 10:20

Was verstehst Du unter zeitgemäß?

Schaut man sich Art. 29 Abs.1 und 2 GG an und durchdenkt die dort aufgestellten Forderungen, könnte man schon daran denken, daß das Fortbestehen von "Zwergbundesländern" wie Berlin, Hamburg oder auch dem Saarland zumindest unter administrativ-wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu hinterfragen ist.
Wie sich aber in jüngster Zeit bei dem Versuch der Zusammenlegung von Berlin und Brandenburg gezeigt hat, scheitern solche Versuche häufig an der Ablehnung durch die betroffene Bevölkerung. Auch im Zuge der deutschen Wiedervereinigung wurde mal eine Neugliederung des Bundesgebietes diskutiert.
Dabei stellt sich mir auch die Frage, inwieweit die politischen Akteure selbst an solchen Maßnahmen interessiert sind, da hier ja dann eine ganze Reihe von gutbezahlten Ämtern und Posten verlorengehen würden.
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Beitragvon Administrator » Mittwoch 13. April 2005, 11:15

Hier noch ein ganz interessanter Artikel, den ich bei google gefunden habe. Er vor allen Dingen auf die ökonomischen Vorteile einer Zusammenlegung ein und greift auch das Beispiel Brandenburg, Berlin auf.

Gruß

Daniel und Dirk
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Beitragvon Bergpartisan » Mittwoch 13. April 2005, 12:29

@ Admin: Ich hab's grad mit Glaspolitur probiert, aber entweder spinnen meine Augen immer noch, oder der Link ist tatsächlich nicht aufgeführt ... ;).

@ optimist:
Die Ländergliederung finde ich auch überdenkenswürdig. Im Zuge der Wiedervereinigung wurden verschiedene Konzepte für das Territorium der ehemaligen DDR diskutiert. Mir sind drei bekannt: die heutige Aufteilung in 6 Bundesländer und Einteilungen in zwei bzw. drei Länder. Die konservative Haltung hat sich dabei bekanntlich durchgesetzt, lassen sich nun darüber auch trefflich böse Vermutungen anstellen (Entsorgungen etc. :-? ). Ein interessanter Diskussionspunkt ist die Rentabilität der Verwaltung. So ich mich erinnere, soll diese ja bei ca 5-6 Mio. EW pro Bundesland liegen. Unter dieser Grenze bleiben ja die meisten Länder.
Bleibt das Problem mit der Verbundenheit der Bevölkerung mit "ihrer" Heimat. Persönlich hänge ich da nicht an der gewählten Aufgliederung Deutschlands, jedoch gibt's ne große Masse an Bürgern, die daran bekanntlich festhalten wollen (wohl eher aus Angst vor Benachteiligung, denn aus Verbundenheit zum BL). Hier gibt es sicherlich einen Unterschied zwischen den Ländern der "alten" BRD und denen der ehemaligen DDR. In letzterer gab es ja neben der Hauptstadt 14 weitere Bezirke, also eine andere Aufgliederung und somit keine direkte Bindung an die heutigen Länder (wobei die DDR insgesamt zentralistischer geleitet wurde).
Zudem sollte man auch die Kleinstaaterei in der deutschen Vergangenheit berücksichtigen.
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Beitragvon Administrator » Mittwoch 13. April 2005, 13:39

ich bin heute so unglaublich verpeilt!

Hier der versprochene Link -> Neugliederung des Bundesgebietes
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Beitragvon Arno » Mittwoch 13. April 2005, 19:20

in einer nicht repräsentativen Umfrage Mitte der 90er haben sich die Franken für eine Ausgliederung aus Bayern und Angliederung an Sachsen ausgesprochen. Kann das nur unterstützen. :)
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Beitragvon Bergpartisan » Mittwoch 13. April 2005, 19:27

Und wer fragt dann die Sachsen? ;)
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