Wasserleitungskataster

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Wasserleitungskataster

Beitragvon Mac_S » Freitag 25. März 2016, 15:00

Hallo Zusammen,

haltet Ihr es für möglich/sinnvoll, ein Wasserleitungskataster mit allem was so dazugehört mit QGIS zu realisieren?

Den Leitungsverlauf mit entsprechenden Sachdaten darzustellen ist ja an sich kein Problem. Geometrietyp = Linie

Schächte und Hydranten lassen sich ja einfach als Punkt darstellen.

Im Detail tun sich da dann aber schnell einige Fragen auf:

WIe stelle ich die Schachteinbauten dar? ZB Schieber, Hydranten, Ventile... ICh könnte mir hier vorstellen, einmal in den Schachtattributen darauf einzugehen, und evtl. zusätzlich eine Zeichnung an den Schacht anzuhängen, die dann eben eben eine Detaildarstellung enthält.

Stichwort Topologie: Prinzipiell gehen Leitungen ja von Schacht zu Schacht. Was ist mit Hydranten, die auf der Strecke zwischen zwei Schächten hängen?

GIbt es die möglichkeit von "Explosionszeichnungen", wenn zB. zwei Leitungen direkt übereinanderliegen, sodass ich das auch noch grafisch erkennen kann? Oder wenn ich jedem Schachteinbau ein eigenes "Punktfeature" zuweise?

Hat jmd. schonmal was Ähnliches gemacht, bzw. existiert dazu ein Fachschale in QGIS? Gibt es die Möglichkeit, Punktshapes mit Bildern zu verknüpfen? Welches Format für die DAtenhaltung würdet ihr empfehlen?

Vielen Dank für Hinweise, DIskussion und Anregungen.
Mac_S
 
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Re: Wasserleitungskataster

Beitragvon steffen0815 » Freitag 25. März 2016, 18:32

Hallo,
es ist halt die Frage wie weit du das treiben willst.
Ich behaupte mal, dass 50% der kleineren Versorger mit einer einfachen Karte (evtl. mit Sachdatenanbindung) arbeiten. Das kann QGIS auch.
Die nächste Stufe ist die Anbindung von Sachdaten, also Leitungsquerschnitte, Material .... Auch das sollte kein Problem sein.
Auch eine Zuweisung von Dokumenten (PDF, Fotos, ..) zu einzelnen Objekten ist kein Problem (Link auf ein Dokument speichern).

Dann gibt es Versorger die Wert auf eine Bemaßung legen und alle Leitungen, Schieber ... auf Hausecken bemaßen. Hier könnte es dann schon darstellerisch ziemlich eng werden. Wobei ich den Sinn einer flächendeckenden Bemaßung eher anzweifle.
Auch Detailzeichnungen zu einzelnen Elementen sind sicher keine Standardaufgabe die man so einfach mal mit QGIS lösen kann.

Nächste Ausbaustufe ist dann ein Netzinfomationssystem - also z.B. ich drehe Schieber XYZ ab - stelle dar welche Abnehmer dann ohne Wasser sind. Hier wird es dann richtig aufwändig und das ist nicht mal so einfach mit Bordmitteln umsetzbar.

Also ich denke 50% der Versorger könnte man mit QGIS zufrieden stellen, der Rest wird eher zu einer Software für mehrere 10.000 € greifen.
Gruß Steffen
steffen0815
 
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